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Schwankschwindel

Schwindelgefühl, Schwankschwindel

Ein kurzzeitiges Schwindelgefühl kennen bestimmt alle Menschen. Wenn man es willkürlich herbeiführt, kann es ganz angenehm sein, denn man weiß ja, dass es gleich wieder vorbei geht. Dieses Gefühl lieben Kinder und Erwachsene nach dem Karussell fahren oder auch nach dem Genuss von Alkohol. Schwindel tritt aber auch bei verschiedenen Krankheiten auf und ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit. Bei echtem Schwankschwindel treten Scheinbewegungen auf, alles dreht sich um einen.

Wie äußert sich das Schwindelgefühl?

Also das bekannte Schwindelgefühl, wenn man aus einem schnellen Karussell aussteigt. Diese Art von Schwindel tritt auch auf, wenn man zu viel Alkohol getrunken hat. Die Betroffenen können sich dann oft nicht mehr auf den Beinen halten und fallen hin. Man sagt landläufig auch, es sei einem schwindlig, wenn einem schwarz vor Augen wird.

Dies hat man häufig, wenn man zum Beispiel zu schnell aufgestanden ist oder zu wenig getrunken hat bei Hitze. Diese Art von Schwankschwindel tritt bei Kreislaufproblemen und Schwäche auf, zum Beispiel als Folge einer Grippe oder bei einem Migräneanfall oder nach langem Fasten. Diese Störungen sind aber meist harmlos und gehen nach einiger Zeit wieder weg. Meist bessert sich diese Art von Schwankschwindel im Liegen.

Schwankschwindel, Drehschwindel und Lagerungsschwindel

Als echten Schwindel bezeichnet man nur die Art von Schwindel, die länger dauern und mit Scheinbewegungen verbunden ist.

SchwankschwindelScheinbewegungen sind zum Beispiel das Gefühl, das sich alles um einen dreht, oder das der Fußboden schwankt. Bei Schwankschwindel hat man das Gefühl, der Boden ist nicht fest, sondern bewegt sich, obwohl er das natürlich nicht tut. Das Gefühl ist vergleichbar mit dem Gehen auf einem stark schwankenden Schiff. Beim Drehschwindel dreht sich die gesamt Umgebung. Der Lagerungsschwindel entsteht meist im Bett, wenn man sich zu schnell umdreht. Dabei werden die kleinen Kristalle, die im Innenohr zur Hörverstärkung liegen, zu schnell bewegt. Manchmal lösen sie sich auch und wandern dann quasi im Ohr, so dass abrupte Bewegungen den Schwindel verursachen können. Es hilft meist bei dieser Art von Schwankschwindel, sich langsam zu bewegen und zu setzen oder hinzulegen und nicht zu schnell die Richtung zu wechseln. Diese Arten von Schwindel gehen nicht so schnell vorbei und können sehr quälend sein.

Hinweis: Stimmen Sie mit Ihrem Arzt eine geeignete Behandlung ab.

Koordination von Auge und Ohr

Das Innenohr ist unser Gleichgewichtsorgan, deshalb führen Störungen im Innenohr oft zu Schwindel. Das können zum Beispiel Steinbildungen sein, die manchmal im Alter auftreten oder krankhafte Flüssigkeitsansammlungen im Innenohr. Oft ist der Schwindel eine Folge von Schädelverletzungen. Außerdem können verschiedene Viruserkrankungen im Ohr den Schwindel auslösen.

Manchmal ist die Koordination von Auge und Innenohr gestört, was zu paradoxen Wahrnehmungen führt, auf die das Gehirn mit Schwankschwindel reagiert. Wenn der Schwindel ohne äußere Ursache auftritt, ist er meist das Symptom einer Krankheit. Wenn er öfter auftritt, sollte man unbedingt die Ursache durch einen Arzt abklären lassen. Schwindel ist ein sehr unangenehmes Symptom, je nach Schwere kann er zu Übelkeit und Erbrechen oder Stürzen führen. Manchmal tritt der Schwankschwindel nur bei Bewegung auf, und verschwindet, sobald man sich hinlegt. Manchmal hört der Schwankschwindel aber auch im Liegen nicht auf.

Psychische Ursachen von Schwindel

Psychische Ursachen von Schwankschwindel können zum Beispiel Angststörungen und Panikattacken sein. Dann tritt der Schwindel in bestimmten angstbesetzten Situationen auf, zum Beispiel beim Autofahren oder bei Höhenangst, wenn man von einem hohen Gebäude nach unten sieht.

SchwindelgefühlMan sagt von solchen Leuten, dass sie nicht schwindelfrei sind. Sie sind dann zum Beispiel als Dachdecker ungeeignet. Es hilft in solchen Situationen, nicht nach unten zu schauen. Im Übrigen ist die Angst vor großen Höhen bei fast jedem Menschen vorhanden, nur in unterschiedlich großer Ausprägung. Er ist wahrscheinlich ein ganz natürlicher Schutzmechanismus, der uns davor bewahrt, zu sorglos in großen Höhen zu sein und uns womöglich zu verletzten. Der Schwindel kann aber so schlimm werden, dass man bestimmte Situationen ganz meiden muss. Hier hilft eine Therapie, die den Klienten schrittweise an die Angst auslösende Situation heranführt und ihn so immer mutiger werden lässt, bis der Klient angstfrei und ohne Schwankschwindel in der Situation sein kann. Patienten mit Schwankschwindel werden oft als psychisch gestört kategorisiert, wenn sich keine organische Ursache finden lässt. Dies beruht einfach auf Unkenntnis.

Es gibt spezialisierte Ärzte, die sich nur mit Schwankschwindel beschäftigen und dies als ernst zu nehmende eigenständige Krankheit sehen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt zu einem Spezialisten überweisen.


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