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Schwindelanfälle

Was sind Schwindelanfälle?

Bei Schwindelanfällen handelt es sich um eine körperliche Beschwerde, die dazu führt, dass der Betroffene ins Wanken gerät und das Gefühl hat, die Orientierung zu verlieren. Während der Schwindelanfälle können Betroffene oftmals keine klaren Gedanken mehr fassen und auf Grund der Beeinträchtigung fällt es ihnen nicht selten schwer, andere auf ihre Beschwerden hinzuweisen und um Hilfe zu bitten. Zu den weiteren Symptomen gehören oftmals Ohrensausen, übermäßiges Schwitzen, Blässe, ein Zittern der Augen, Übelkeit und Erbrechen.

Nicht selten enden Schwindelanfälle damit, dass Betroffenen „schwarz vor Augen“ wird und diese sogar in Ohnmacht fallen. Nachdem die Betroffenen wieder bei Bewusstsein sind, fühlen sich diese körperlich meist schwach, ausgelaugt und zittrig.

Hinweis: Oftmals spielt der Faktor Scham eine weitere zentrale Rolle. Sollte es in der Öffentlichkeit unter fremden Personen zu dem Schwindel- und Ohnmachtsanfall gekommen sein, ist Betroffenen dies meist sehr peinlich.

Arten von Schwindel

Das Schwindelgefühl ist in Bezug auf die Symptomatik nicht immer gleich ausgeprägt. Auch können Schwindelanfälle vorübergehend (episodisch) oder andauernd (chronisch) auftreten und verlaufen. Einzelne Schwindelanfälle können dabei auch von selbst (spontan) durch bestimmte Reize ausgelöst werden. Ein Beispiel hierfür sind Schwindelanfälle bei übermäßiger Angst (zum Beispiel Flugangst).

Schwindelanfälle können zudem entweder als Attacken auftreten, die nur wenige Sekunden oder Minuten dauern oder auch als Dauerschwindel. Beim Dauerschwindel halten die Symptome meist mehrere Tage oder sogar mehrere Wochen an. Ein solch langfristiger Schwindel ist meist auf einen Ausfall des Gleichgewichtssystems, beispielsweise auf Grund einer Entzündung, oder auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen. Hier sollte immer direkt der Arzt hinzugezogen werden.

Die einzelnen Funktionen des Gehirns und der Sinnesorgane

Schwindelattacken werden in der Regel dann ausgelöst, wenn die Sinnesorgane und das Gehirn nicht mehr in Balance zueinander sind.

Schwankschwindel UrsachenDas Gleichgewichtssystem im Innenohr eines jeden Menschen verbindet mit den dazugehörigen Nervenbahnen drei Bogengänge, die je senkrecht in einem 90-Grad-Winkel zueinander stehen. Auf diese Weise kann ein Raum oder das Umfeld dreidimensional erfasst werden.

Die Augen melden Bewegungen und weitere Sinnesreize und helfen somit bei der Orientierung.

Das menschliche Gehirn weist ein eigenes Areal, den Hirnstamm auf, der dafür zuständig ist, Informationen zu verarbeiten und miteinander in Verbindung zu setzen. Wenn sich der Mensch beispielsweise in einem Fluss von Stein zu Stein fortbewegt, leiten die Sinne das Gewackel und das Hüpfen an das Gehirn weiter. Das Gehirn sendet in der Folge kontinuierlich Informationen an den Bewegungsapparat, damit der Körper trotz Gewackel und Gehüpfte in einer aufrechten Position bleibt.

Beim Tastsinn handelt es sich um die Tiefensensibilität im Körperinneren. Die Rezeptoren dieses Sinns befinden sich in den Muskeln, Gelenken und Sehnen. Über die Rezeptoren werden Informationen, hauptsächlich zur Koordination, an das Gehirn weitergeleitet, die die Veränderungen der Körperlage erkennen und darauf reagieren, ohne dass Schwindel entstehen kann. Ein klassisches Beispiel hierfür ist der abrupte Wechsel von einer liegenden Position in eine stehende Position.

Schwindelanfälle und ein Schwindelgefühl entstehen immer dann, wenn einer oder mehrere dieser körpereigenen Bereiche nicht einwandfrei zusammenarbeiten. Die Funktionsfähigkeit kann dabei auch indirekt, beispielsweise durch Veränderungen des Blutdrucks oder des Stoffwechsels, verändert werden.

Die Ursachen

Grundsätzlich sind ältere Menschen viel häufiger von Schwindelanfällen betroffen, als jüngere Menschen. So leidet aktuell rund jede dritte ältere Person in Deutschland unter regelmäßige Schwindelanfälle, die ein Gefühl von Unsicherheit und Beklemmung auslösen. Der Grund, warum gerade ältere Menschen weitaus häufiger von Schwindelattacken betroffen sind ist, dass bei dieser Personengruppe die allgemeinen Vitalfunktionen (beispielsweise die Gleichgewichts- und Nervensysteme) abbauen. Zudem nehmen viele ältere Menschen regelmäßig Medikamente ein. Schwindel gilt als einer der häufigsten Nebenwirkungen zahlreicher Medikamente.

Auch sind Frauen etwas häufiger von Schwindel betroffen als Männer.
Grundsätzlich ist jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens mindestens einmal von einem Schwindelgefühl betroffen.

SchwindelanfälleEin weiterer Grund für regelmäßige Schwindelattacken sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese können grundsätzlich bei älteren und bei jüngeren Menschen auftreten. Personen, die unter regelmäßig wiederkehrenden Schwindelanfällen leiden, sollten sich unbedingt medizinisch behandeln lassen.

Schwindelanfälle, die nicht regelmäßig auftreten sind meist auf einen Flüssigkeitsmangel, eine zu geringe Nahrungsaufnahme, viel Stress und Überforderung, zu viel Sport, ein zu langes „konzentriertes Starren“ auf das Smartphone und schwüle Luft zurückzuführen. Sollte den Betroffenen die Ursache für ihre einmalige Schwindelattacke bekannt sein, ist es nicht unbedingt nötig, sich ärztlich behandeln zu lassen.

Es ist dann wichtig, das Problem, das zur Schwindelattacke geführt hat, schnellstmöglich zu beheben. Sollte der Schwindel beispielsweise auf eine zu geringe Aufnahme von Flüssigkeit zurückzuführen sein, so sollten die Betroffenen schnellstmöglich viel, am besten Wasser, trinken.


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